Blog Arbeitswege werden einfacher (oder verschwinden ganz)

Arbeitswege werden einfacher (oder verschwinden ganz)

Die Kinder in die Kita bringen. Zwei Stunden konzentrierte Arbeit im Co-Working-Space. Ein privater Termin am Mittag. Ein wichtiges Geschäftstreffen im Büro. Ein Nachmittag auf dem Spielplatz. Am Abend in Ruhe E-Mails lesen. Für viele Menschen werden die Arbeitstage flexibler und Privat- und Berufsleben vermischen sich. Dieser Trend führt dazu, dass Menschen nicht mehr alle zur gleichen Zeit zur Arbeit pendeln – oder sogar gar nicht mehr.

Flexibles Arbeiten ist heute die Realität: Einer internationalen Umfrage zufolge wünschen sich 93 Prozent der Wissensarbeiter:innen weltweit die Freiheit zu entscheiden, wo und wann sie ihre Arbeit erledigen. Die Verlagerung weg von den traditionellen Stoßzeiten im Verkehr wird Pendler:innen gleichmäßiger über den Tag verteilen und den Verkehrssystemen eine dringend benötigte Entlastung verschaffen, sagt Ryan Anderson, Vice President of Global Research bei MillerKnoll.

Doch so attraktiv das Ende der Rushhour auch klingt, wir sollten weiter denken, fordert der Stadtplaner Marco te Brömmelstroet von der Universität Amsterdam. Vielleicht sollten wir das Pendeln, wie wir es kennen, ganz abschaffen? „Um die Lebensqualität zu verbessern, müssen wir weniger abhängig von der Mobilität werden und uns mehr für die örtliche Nähe einsetzen”, sagt der Forscher. Wie das aussehen könnte? Das Konzept der Superblocks in Barcelona oder die Idee der 15-Minuten-Stadt in Paris geben einen Vorgeschmack auf das, was kommen könnte.

(aus LinkedIn)